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Dienstag, 31. August 2010

Sweetest Goodbye

Trennungen sind nicht schön, das sind sie nie. Und wenn man erst einmal erkannt hat, dass eine Trennung besser ist, sollte man dies auch auf jeden Fall durchziehen. Nicht der anderen wegen, sondern im eigenen Interesse. Manche Beziehungen sind nun mal nicht für die Ewigkeit gedacht. Und wenn man merkt man ist in einer solchen, sei es wegen Lügen oder einfach weil es nie gepasst hat, sollte man auf jeden Fall rechtzeitig die Reißleine ziehen. Erst einmal gezogen beginnt die eigentliche Talfahrt erst. Es ist dann wie im Tango, ein auf und ab. Man denkt darüber nach, ob man ihm oder ihr verzeihen soll, oder nicht. Aber nun da sie den Irren endlich in die Wüste geschickt hat, sollte sie sich nicht, nach nur einer halben Woche, schon wieder ein Kamel besorgen und ausreiten ihn zu suchen! Und dabei geht es mir nicht um meine Meinung, nein sondern um das Glück meiner besten Freundin. Wir redeten also über die momentane Lage und dass sie auf keinen Fall wieder schwach werden dürfe. N. meinte nur, dass sie jetzt definitiv nicht mehr zu ihm zurück gehen wird, aber was die Zeit im Bezug auf ihn noch bringen mag wisse sie selber nicht. Und das machte mich stutzig. Früher glaubte ich ehrlich gesagt auch nicht daran, dass sie Menschen ändern können und irgendwie tun sie es auch nicht. Ich hatte mich zwar geändert, aber irgendwie war ich immer der Selbe geblieben. Warum sollte sich also gerade der Perverse in einen zahmen Normalen verwandeln? Und noch wichtiger wollte sie das überhaupt. Schließlich gab sie ihm unzählige Chancen und bleib bei ihm obwohl sie wusste, was für ein Mensch er in Wahrheit ist. Mag sein, dass die Zeit einiges veränderte aber ihn doch nicht. Ich bin zwar auch der Meinung was die Zeit und das Schicksal, oder das woran man sonst glauben mag, bringt ist nicht abzusehen, aber das scheint mir wirklich ausgeschlossen. Dabei ist eins jedoch klar, egal was sie für ihn in dem Moment ist, ob es für ihn nur eine weitere Freundin ist, man weiß es ja nie, für sie war es die wahre Liebe. Daran jedoch sieht man, wie sehr wir uns zurück nehmen für unsere Liebe. Wir nehmen auch Dinge hin, die man nicht hinnehmen sollte. Aber heißt das, dass wir das Geschehene manchmal nur nicht wahr haben wollen? Sind wir über die Fähigkeit, Richtig von Falsch zu unterscheiden hinaus gewachsen und tun uns deshalb solche Killerbeziehungen an? Und warum trennen wir uns dann, denken aber im selben Moment wieder daran zurück zu gehen? Sind wir Masochisten oder einfach nur dumm? Mir ging es genau so, als ich erfahren hatte, dass meine Freundin mich betrogen und belogen hatte und ich mich getrennt habe. Genau an dem Moment als ich beschloss: “Es ist aus!”, wurde ich gleichzeitig wieder schwach. Sollte N. das also auch passieren? Oder gibt es einen Weg das zu verhindern? Oder ist es im Endeffekt gar nicht so schlimm wieder zurück zu rudern? Nein, ich glaube in solchen Dingen verhält es sich wie mit aufgewärmten Essen, lieber frisch als fünf mal aufgewärmt. Und genau das sollte wir uns auch zu Herzen nehmen, bevor das darunter zu leiden hat. Nur “Es ist aus!” zu sagen und es auch zu meinen ist leichter gesagt als getan!  

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