Mit vierzig werden Männer anscheinend endlich einsichtig, so oder so ähnlich heißt ein altes Sprichwort aus der Gegend aus der ich ursprünglich stamme. Nur scheint dieses Sprichwort allem Urteil es sei wahr, zu trotzen. Männer suchen Frauen und Frauen suchen Männer. Das wird denk ich mal in diesem Leben nicht mehr aufhören…. Hat man endlich mal so wie B. einen gefunden, sollte man in halten!? Leichter gesagt als getan. Und weshalb? Doch nur deshalb, weil wir alle eine bestimmte Vorstellung von Beziehungen haben. Jeder von uns hat sie und nur darum sucht man doch auch so verzweifelt. Und verzweifelt ist genau das richtige Wort. Alles begann bei B. mit der Suche nach DEM RICHTIGEN. Sie ist geschieden und hat einen Sohn, da ist es doch wohl klar, dass sie nicht mehr ewig suchen will. Und als sie ihren vermeintlichen Prinzen dann endlich gefunden hat, ist sie natürlich überglücklich. Wer wäre das denn nicht? Aber wie jedes Märchen gibt es irgendetwas, dass das große Happy End stört. Nur, dass es diesmal nicht eine böse Königin ist, sondern die Prinzessin selbst. B. kam also heute zu uns nach Hause und schien so dermaßen aus dem Gleichgewicht geworfen, dass es erst einmal fast eine halbe Stunde gedauert hatte sie wieder zu beruhigen. Dann erzählte sie. Ihr Prinz, zwei mal geschieden, eine Kind und zweifacher Großvater. Allerdings wohlhabend, aber und jetzt kommt’s, seid vier Jahren enthaltsam. Ja ein Leben ohne Sex! Und daran hapert es auch. Ich denke ein Partner kann noch so toll sein, aber wenn im Bett so gar nichts läuft, oder immer nur der eine sagt, wann es passieren soll, egal ob er oder sie das ist, kann das dann funktionieren? Ich meine wie viele Beziehungen sind schon an so etwas zerbrochen? Aber das eigentliche Problem in Beziehungen dieser Art und in vor allem in diesem Fall, sind Kompromisse. Ich meine ich muss es ja wissen, schließlich bin ich ein Mensch, der so gut wie immer mit dem Kopf durch die Wand will. Aber ohne Kompromisse geht es eben einfach nicht, sonst wird man nie glücklich. Also riet ich ihr noch einmal mit ihm zu reden und das ganze langsam angehen zu lassen. Vor allem sollten sie darüber reden was sie von der Beziehung erwarten. Eins ist sogar mir als Mann klar, eine Frau will jemanden auf den sie sich verlassen kann und nicht einen der ihr zeigt wo die Küche ist. Ansonsten wird das nichts. Das 19. Jahrhundert ist jetzt endgültig vorbei und das gilt für alle! Aber im Endeffekt halte ich das Ganze nicht für wirklich zukunftsträchtig. Schließlich muss es ja passen, oder etwa nicht? Und Gefühle müssen groß sein, um etwas so zerbrechliches wie eine Beziehung zusammen halten zu können. Wenn sie das nicht sind, kann es dann eine Zukunft geben?
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